-    19. Oktober 2019 im Schloss Hohenfels

Das Zeitfenster für Veränderungen ist offen! Es gibt „Wege aus der Wachstumsfalle“.

Liebe Zukunftsgestalter,

Wer hat Interesse ein zukunftsfähiges Geld- und Wirtschaftssystem (beginnend im Bodenseeraum) mit aufzubauen?

Wer möchte eine Tagung im Februar oder März 2020 zu diesem Thema mit vorbereiten?

Wer kann dazu am 19. Okt. Von 13.30 bis 15.30 im Schloss Hohenfels (10 Km von Ludwigshafen) bei der ersten offenen Organisationsrunde mit dabei sein?

Die (alte) Politik steht hilflos vor den wachsenden Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftsproblemen und verliert zunehmend das Vertrauen der Bürger. Der Wirtschaftswachstumszwang durch die mehrwerdenden Geldschöpfungen auf Kreditbasis und die Spekulationsexzesse vernichten nun mehr Natur und sozialen Wohlstand, als wir eigentlich in der Lage wären neu aufzubauen. Auch die schon erreichten Errungenschaften im ökologischen und sozialen Bereich werden wieder zunichte gemacht, wenn wir den Wachstums- und Spekulationswahnsinn nicht stoppen.

Die Zivilgesellschaft ist gerade dabei zu erwachen. Es öffnet sich ein Zeitfenster für Veränderungen, welches wir nicht verschlafen dürfen!

Vor hundert Jahren, nach dem ersten Weltkrieg, gab es schon einmal eine solche Öffnung für Veränderungen. Die arbeitende Bevölkerung war unzufrieden und forderte Veränderungen ein. Rudolf Steiner hat damals die „Dreigliederung“ in unserem Gesellschaftsleben beschrieben und intensiv, für eine Neuordnung und Heilung der drei Bereiche geworben (1. Freiheit im Bereich Bildung, Religion, Kunst und Forschung. 2. Gleichheit durch Politik und Rechtswesen. 3. Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben). Detailliert hat er damals 3-4 Jahre lang vor tausenden von Arbeitern ausgeführt wie die Heilung der drei Lebensbereiche praktisch organisiert werden könnte. Eine riesen Aufbruchstimmung gab es. Leider waren damals die Bildungsgrundlagen der meisten Arbeiter für ein wirkliches Verständnis nicht gross genug und die reichen Schichten, die Politik, die Kirchen und sogar die Gewerkschaften stellten sich dagegen. Die grosse Umbruchmöglichkeit scheiterte und dem Wirtschaftschaos folgte dann sogar der Aufstieg der Neonazis. Steiner wies nach dem Scheitern damals darauf hin, dass sich nach einhundert Jahren wieder ein solches Zeitfenster öffnen wird. Nun sind wir gefordert neue Gesellschafts- und Wirtschaftsformen exemplarisch in die Welt zu setzen, bevor das Zeitfenster wieder zugeht!  

Gottseidank gibt es gerade Im Bodenseeraum schon viele Unternehmen, Höfe, Sozial- und Kultureinrichtungen, die an neuen Wirtschaftsformen für Mensch und Natur arbeiten. Auf assoziativer Ebene gibt es ebenfalls gute Ansätze mit viel Potential. Eine ideale Grundlage für ein grundlegend neues System, welches auf „Geschwisterlichkeit“ aufgebaut wäre.

Objektiv betrachtet hätte gerade diese Region die Möglichkeit, im höheren Sinne sogar die Verpflichtung, eine wirtschaftliche Musterregion parallel zum jetzigen System exemplarisch einzuführen. Vielleicht kann sich dieses neue Wirtschaftsgebiet auch bis in die Freiburger und sogar in die Stuttgarter Region erweitern…

Hierzu sollten wir weiter gehen, als dies mit den bisherigen Regio-Geld Initiativen möglich war.

Z.B. gibt es auf Sardinien das Sardex-Verrechnungssystem, dem sich über 4000 Unternehmen angeschlossen haben. Ohne den Sardex, mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro, würden viele der angeschlossenen Unternehmen heute nicht mehr existieren. Trotz dieser Erfolgsgeschichte fehlen beim Sardex noch einige Elemente. Z.B. gibt es fast keine Landwirte und Kultureinrichtungen beim Sardex und die Insel versorgt sich fast nur noch von Spanien mit billigen Lebensmitteln, die die eigene Landwirtschaft in den Ruin treibt. Auch lassen die Bildung und die Motivation der Bevölkerung immer mehr nach. Dabei müsste der Sardex gerade die Kultur und Landwirtschaft für eine bessere Zukunft stärken.

Genau in diesen Bereichen wurde am Bodensee schon viel Arbeit geleistet, was die besten Voraussetzungen für ein neues System bringt.

Nun braucht es engagierte Menschen, die für diese Region das richtige System entwickeln, vermitteln und exemplarisch in die Welt setzen!

Im Anhang findet ihr meinen Aufsatz „Wege aus der Wachstumsfalle“.

Darin beschreibe ich, wie wir das todbringende, sich verselbstständigte, neoliberale Geld- und Wirtschaftssystem mit beherzten Schritten überwinden können. Wie eine dringend notwendige Natur- und Kulturerneuerung finanziert werden kann, beschreibe ich ebenfalls. Es geht um die Umgestaltung unserer profitorientierten und naturvernichtenden Finanz- und Konsumgesellschaft hin zu einer Sozial- und kulturaufbauenden Bedarfswirtschaft. Am Ende des Aufsatzes gibt es eine Kurzbeschreibung zu meinen Tätigkeiten.

In meinem Buch „Jeder kann die Zukunft mitgestalten“ wird noch näher auf die heutigen Probleme und deren Überwindung eingegangen. -  Gratis als Buch oder elektronisch unter:  www.aktivZUKUNFTsichern.com. 

Bitte teilt und besprecht diesen Aufsatz auch mit euren Kollegen und Freunden. Danke!

Über Eure Rückmeldungen, auch Absagen, wäre ich sehr dankbar.

Herzlichst!  Uwe Burka

Ps. Auch wenn ich in der Schweiz wohne, so bin ich doch mit einigen Projekten in der Bodenseeregion verbunden und häufiger dort. Deses Wochenende bin ich auf dem Rimpertsweiler Hof bei meinem Sohn Johannes zum Erntedankfest. Für Gespräche bin ich auch noch Montag in der Region und kann über Handy erreicht werden.