Sind Sie ein praktischer Optimist? Dann empfehlen Sie diese Seite doch bitte weiter!

 

 

B u c h g e s c h e n k

Dieses Buch kostenlos bestellen oder herunterladen


Jeder kann die Zukunft mitgestalten!


 

"aktiv ZUKUNFT sichern"

 

Wege aus der Wachstumsfalle

Zur Überwindung der Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftsprobleme

Alternative Technologien sollen nun die Probleme lösen. Angeblich können auch Elektroautos das Klima und sogar die Autoindustrie retten. Unser neoliberales Wirtschaftssystem mit seinem Wachstumszwang* und seinen exzessiven Spekulationsmärkten** sowie unser Konsumverhalten werden dagegen kaum thematisiert. Von den etablierten Parteien schon gar nicht.

Heute herrschen das Geld und die Wirtschaft über die Menschen. Gier und Geiz werden belohnt. Der Mammon hat seine Metastasen bis zu den kleinen Leuten gestreut. Der Krieg „Jeder gegen Jeden“ (und damit gegen die Natur) breitet sich immer weiter aus. Politik und Medien tragen mit ihren Polarisierungen massiv dazu bei: Rechte gegen Linke, Arbeitende gegen Arbeitslose, Flüchtlinge gegen Heimatschützer, Umweltschützer gegen Technokraten, Impfkritiker gegen Pharmalobby, Westen gegen Osten usw. Im Schatten dieser provozierten Rangeleien werden die neoliberalen Machenschaften einfach immer weitergeführt.

Das Geld- und Wirtschaftssystem hat sich so verselbstständigt, dass die ganze Menschheit deren Zwängen nur noch, wie hypnotisiert, hinterherrennt. Fast alle Politiker, Medien, Gerichte, Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen nehmen die Probleme kaum ernst und machen sich dadurch auch noch zu aktiven Erfüllungsgehilfen dieses zerstörerischen Wachstumssystems, welches angeblich alternativlos ist.

Kirchen, Sozialreformer, Umweltschützer oder Extremisten, (egal von welcher Seite) erkennen zwar die Nöte, die aus dem neoliberalen System entstehen, aber wirklich systemverändernde Gegenvorschläge haben sie auch nicht. Es würde also wenig nützen, die oberen 10 Millionen Menschen unserer Weltengemeinschaft einzusperren, da auch der Rest der Menschheit eigentlich keine Auswege aus dem Dilemma kennt.

Wie kommen wir aus dem Teufelskreis, der Mensch und Erde so massiv bedroht, heraus?

Die Menschen mit der Entwicklung eines neuen Bewusstseins, und nicht das Geld oder die Technologien, sollten ins Zentrum unserer Aktivitäten rücken! Unsere geistigen und sozialen Entwicklungspotentiale sind unendlich. Im Gegensatz dazu sind die materiellen Entwicklungsmöglichkeiten endlich. Auch die notwendigen Alternativtechnologien sind endlich. Es braucht dringend einen Paradigmenwechsel! 

Als erstes müssen wir die fundamentalen existenzbedrohenden Systemfehler durchschauen und an deren Überwindung arbeiten wollen! Zunächst werden nur wenige Menschen die Hintergründe verstehen und helfen neue Landkarten zu zeichnen, die einen Weg in eine bessere Zukunft zeigen. Am leichtesten tun sich hierbei die Menschen aus der Umwelt- und Sozialbewegung. Die wachsende Bewegung der Klimaaktivisten wird sich hoffentlich auch für diese Systemfragen mehr öffnen.

Im Folgenden werden grundlegende Gedanken und Aufgaben skizziert, die uns aus den oben aufgeführten Zwängen führen können:

1.       Die Wirtschaft und das Geld haben dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt! Die Begriffe „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ der französischen Revolution tragen zur Klärung bei.  Die „Brüderlichkeit“ gehört zum Wirtschaftsleben. Wie können wir die Wirtschaft „brüderlich“ bzw. „geschwisterlich“ organisieren?  „Geschwisterlich“ einander die Bedürfnisse befriedigen? Im praktischen Leben tun wir dies ja weitgehend heute schon durch die Arbeitsteilung; z.B. transportiert der LKW-Fahrer die Waren ja nicht für sich, sondern für seine Mitmenschen. Nur im Kopf und mit dem Herzen arbeiten wir i.d.R. für den eigenen Geldbeutel. Je weiter sich der Mensch von der „Real“-wirtschaft entfernt, desto ausgeprägter finden wir dieses Phänomen. Die heutige „Freiheit“ im Wirtschaftsleben ist dagegen extrem schädlich. Die „Freiheit“ gehört zum Geistesleben, zur „freilassenden“ Fähigkeitsentwicklung durch Religion, Bildung, Forschung und Kunst. Die „Gleichheit“ gehört zum Rechtswesen und zur Politik. Sorgen diese Organe wirklich für die „gleichen“ Rechte und Möglichkeiten eines jeden Bürgers? wohl eher nicht. Ein grundlegendes Um-denken, Um-fühlen und Um-handeln steht an, um die gesellschaftlichen Verhältnisse in diesen drei Bereichen neu zu „ordnen“. Eine gesunde Wirtschaft wird „assoziativ“ organisiert sein, indem Dienstleister, Produzenten, Händler und Konsumenten einen fairen Interessensausgleich anstreben. Bei den mehrwerdenden „solidarischen Landwirtschaftsgemeinschaften“ wird dies schon heute zwischen den Landwirten und Konsumenten praktiziert. Intelligente „Steuern“ können zusätzlich den Heilungsprozess beschleunigen: Alles was Mensch und Natur schädigt, müsste stark besteuert werden! Zum Beispiel die Agrarchemie, die fossilen Brennstoffe, hohe Kapitalkonzentrationen und eine überdurchschnittliche Wohnflächennutzung. Hingegen was Mensch und Natur fördert, müsste belohnt werden! Wie z.B. Bildungs- und Umweltprojekte sowie Initiativen zur Regionalentwicklung. Der arbeitende Mensch brauchte nicht mehr durch Steuern bestraft zu werden.

 

2.       Das Aussaugen der Realwirtschaft, inklusive der Sozialstrukturen, der Kultur und der Natur, durch profitsuchende Spekulanten muss schnellstens gebannt werden! (Ca. 50% der heute bezahlten Preise wandern in die schnell wachsende spekulative Welt!) Finanzbewegungen (egal in welcher Form) und Spekulationsgewinne gehören besteuert, so wie schon heute das Lottospielen kräftig besteuert wird! Spekulationssteuern werden bewirken, dass gigantische Werte in der Realwirtschaf bleiben und für die Entwicklung der sozialen, kulturellen und Umweltaufgaben zur Verfügung stehen. Einen Anfang möchte nun die „Microtax“-Bewegung in der Schweiz mit einer Steuer von 0.03% auf alle Finanztransaktionen machen (3 Rappen auf CHF 100,-). Schon dieser kleine Satz bringt ca. 100 Milliarden CHF im Jahr und soll die MwSt. und die Bundessteuer hinfällig machen. Für weitere Aufgaben bleiben sogar noch 20 Milliarden CHF über. Es gibt eine reale Change, die dafür erforderlichen 100 000 Unterschriften zu sammeln und bei einer Volksabstimmung mit dieser Initiative durchzukommen, auch wenn die Führenden versuchen werden, massiv dagegen anzugehen. Die Vorteile für das Volk und die „Real“-Wirtschaftenden sind leicht begreiflich zu machen. Die Microsteuer wird nur ein Türöffner zu höheren Sätzen sein, um weiteres Spekulieren zu verunmöglichen. Es gibt auch effektive Wege eine zu erwartende Kapital- und Steuerflucht abzuwehren. Da Gewinne und Spargelder dann nicht einfach mehr in die Spekulationswelt abwandern können, werden enorme Summen für weitere Entwicklungen zur Verfügung stehen. Banken haben hier ihre vermittelnde Aufgabe im Anlage- und Kreditgeschäft. Als Vorreiter vermitteln z.B. die Freie Gemeinschaftsbank in Basel und die GLS Banken in Deutschland schon heute Leihgelder und Schenkungen für Entwicklungs-, Bildungs- Sozial- und Umweltprojekte.

 

3.       Wie kann der „Geld- und Wirtschaftswachstumszwang*“ durch die Geldschöpfung über Kredite gestoppt werden? Dazu sollte als erstes den Geschäftsbanken das Privileg der Geldschöpfung durch Kredite genommen werden.  Dies will auch die Vollgeldbewegung. Würde das Geld zusätzlich ständig „altern“ bzw. „langsam entwertet werden“, wie dies auch mit physischen Waren passiert, käme es ins Fließen. Ein „Entwicklungszins“ von z.B. 1% monatlich würde das horten von Geld uninteressant machen und ihm „Umlaufimpulse“ geben. Der stätige Entzug von Geld durch den „Entwicklungszins“ macht es im Gegenzug notwendig, ständig neue Geldinjektionen ins Wirtschaftsleben zu tätigen. Wie soll nun neues Geld entstehen, wenn es über neue Schulden nicht mehr möglich ist? Die Zentralbank kann ganz einfach das neue Geld schaffen und zwar in der Menge, dass es weder Inflation noch Deflation bringt (ein definierter (Bio)-Lebensmittelkorb sollte dazu den gleichen Preis langfristig behalten). Und an welchen Stellen soll das neue Geld in den Wirtschaftskreislauf eingeführt werden? Neues Geld sollte zur „Entwicklung“ des Lebens und neuer Zukunft fördernder Ideen und Talente an Umweltprojekte und Bildungsstätten „verschenkt“ werden! So können sich Kultur und Umwelt „frei“ entwickeln. Sehr viele sinnstiftende Arbeitsplätze für eine bessere Zukunft würden so entstehen. Ein „materielles“, umweltschädigendes, Wachstum ist so noch mehr nötig. Wer bestimmt, wohin und an wen diese „Schenkungen“ gehen? Nicht die Politiker, da sie zu viel Eigeninteresse zur Werbung neuer Wähler haben. Ein selbstloser Ältestenrat oder/und Kultur- und Umweltrat sollte diese Aufgabe der Schenkungen vornehmen! Sie können am besten überschauen wo und wie das Geld sinnvoll der Entwicklung von Menschen und Natur dienen kann. Jeder Bürger könnte z.B. Bildungsgutscheine erhalten. Regio-Währungen sollten zusätzlich zur Stimulierung der Heilungsprozesse und zur Stärkung der Regionen gefördert werden.                                               

 

4.       Durch die konsequente Einführung der oberen Vorschläge könnte wieder die Kontrolle über das sich verselbstständigte und erdrückende Finanzsystem zurückgewonnen werden. Dazu ist es notwendig, auf breiter Front Bündnisse aufzubauen. Die heute noch in die Polarität getriebenen Gruppierungen sollten erkennen, dass man nur gemeinsam gegen die Finanzdiktatur ankommen kann. Besonders erfolgversprechend wäre es, wenn sich die Klimaaktivisten anschließen würden. Schließlich hängt ein Erfolg bei der Klimafrage direkt mit der Überwindung des neoliberalen Systems zusammen. Idealerweise könnte die Schweiz einen Durchbruch mit einem neuen Geld- und Wirtschaftssystem schaffen. Die Vorteile für Mensch und Natur würden so groß sein, dass andere Länder bald nachziehen würden.

Um bei den Heilungsprozessen weitgehend klar und Emotionsfrei zu bleiben, sollten wir sehr aufpassen, um uns nicht weiter polarisieren zu lassen. Überhaupt sollten wir die gebotenen Nachrichten, egal von welcher Seite, nicht unreflektiert als „die Wahrheit“ akzeptieren. In der Regel gibt es mehrere Blickwinkel, um der Wahrheit näher zu kommen. Zu bedenken ist dabei auch, dass die hier aufgeführten Systemprobleme und deren Lösungsansätze öffentlich kaum Beachtung finden. Eine gute Gesamtschau ist aber wichtig, denn die Finanzelite mit ihren Helfern in Politik und Medien wird mit allen Mitteln gegen Heilungsversuche angehen. Eine ihrer stärksten Waffen, wird auch weiterhin der Versuch einer Unterwanderung der Bewegung und deren Spaltung sein. Eine „Befreiung der Medien von Kapital- und Politinteressen ist dringend geboten.

Wenn wir es nicht schaffen sollten, die sich verselbständigte Finanzkrake aufzuhalten, dann wird es über kurz oder lang zu einem chaotischen Zusammenbruch mit allen Konsequenzen kommen. Die Frage die sich nach einem Crash stellen würde, ist, ob sich bis dahin genug vorbildliche Sozial-, Umwelt-, Geld- und Wirtschaftsmodelle auf lokalen und regionalen Ebenen entwickelt haben, die dann im großen Stil für einen Neuaufbau übernommen werden könnten. Andernfalls würde die alte Elite, noch viel diktatorischer, das alte neoliberale System wiederaufbauen wollen. Unabhängig davon, ob wir jetzt auf großer Ebene Erfolg haben oder nicht, sollten wir also nun auf lokaler und regionaler Ebene aktiv beginnen, neue lebensunterstützende Systeme modellhaft aufzubauen.

Alte Gedanken- und Gesellschaftsformen, die uns die Probleme von heute beschert haben, sind ungeeignet, eine bessere Zukunft zu gestalten. Wir brauchen nun mehr und mehr freie engagierte Individuen, die auch ernsthaft meditieren, um uns mit heute noch unbekannten Ideen aus der geistigen Welt zu inspirieren. Von diesen selbstlos meditativ erworbenen Intuitionskräften hängt unsere Zukunft ab. (Selbstbezogene Wohlfühlmeditationen führen uns dagegen eher in eine illusionäre Welt.) Die geistigen und sozialen Entwicklungspotentiale der Menschen sind unbegrenzt!

Eines der vor uns liegenden fundamentalen Aufgaben wird auch der Wiederaufbau des Humus in den landwirtschaftlichen Böden sein. Als Belohnung winkt uns dafür eine Reduktion der CO2-Werte in der Luft, eine viel reichhaltigere Ökologie, gesündere Lebensmittel und natürlich viel mehr Freude übers Land zu gehen, besonders wenn wir dies mit Kindern und gleichgesinnten Kollegen/-innen einer solidarischen Landwirtschaft tun.          

*Wachstumszwang: Neues Geld entsteht heute durch Schulden (zu über 90% durch die Geschäftsbanken). Da ein Schuldner mehr zurückzahlen muss, als er aufgenommen hat und dieses irgendwo am Markt besorgen muss, ist der Markt (unsere Gesellschaft) gezwungen immer mehr Geld über neue Schulden zu machen. Damit das Schulden-Kartenhaus nicht zusammenbricht, wird nun exzessiv Geld in den Markt gepumpt, (welches aber vorwiegend in den Spekulationsmärkten landet). Dieser „Geld- und Wirtschaftswachstumszwang“ kann nur im Kollaps enden! Chaos und der Tod vieler Millionen Menschen wird die Folge sein. Hinausgezögert wird ein Kollaps durch noch mehr Schulden und oder provozierte Kriege, die gigantische Werte vernichten, um sie wieder wachstumssteigernd neu zu schaffen… Auch wenn man es schaffen sollte, dieses Finanzsystem noch 10 oder 20 Jahre aufrechtzuerhalten, würde es in anderen Lebensbereichen zu massiven Zusammenbrüchen kommen. Schon heute stehen weltweit Sozialsysteme, ökologische Systeme, medizinische Versorgungsnetze, Bildungseinrichtungen, Verkehrssysteme, Rohstoffreserven, Versorgungs- und Entsorgungssysteme usw. unter massivem Druck und sind zum Teil schon zusammengebrochen! Siehe die Flüchtlingsströme.

** Durch Spekulationen, also Geld durch Geld verdienen, wird immer mehr aus der Realwirtschaft, aus dem Kulturleben und der Natur abgesaugt. Auch die Spekulationen mit Boden gehören dazu. (Die ständig steigenden Mieten und Pachten haben hier ihre Ursachen). Ca. 50% der heute bezahlten Preise wandern in die spekulative Welt! In der Spekulationsblase bewegt sich mittlerweile 70-mal mehr Geld, als in der Realwirtschaft! (Im Vergleich: bis 1980 war die Realwirtschaft noch stärker als die Spekulationswirtschaft). Nicht nur das Geld, sondern auch die wirtschaftliche und politische Macht wandert so, systembedingt, vom arbeitenden Volk zu den spekulierenden Reichen. Eine funktionierende Demokratie gibt es dadurch nicht mehr.                                            

Uwe Burka ist internationaler Berater für Siedlungs- und Stadtentwicklungen und hat leitend zwei sozial-ökologische Dorfgemeinschaften mit neuen Wirtschaftsformen mit aufgebaut. In seinem Buch „Jeder kann die Zukunft mitgestalten“ wird näher auf die heutigen Probleme und deren Überwindung eingegangen. -  Gratis als Buch oder elektronisch unter:  www.aktivZUKUNFTsichern.com    Im Berner Oberland hilft er leitend eine Regionalwährung mit einem „Entwicklungszins“ und einem definierten „Bio-Lebensmittelkorb“, als Wertgrundlage, vorzubereiten.

Zusammen mit Jens Martignoni, Autor des Buches „Das Geld neu erfinden“, ist Uwe Burka dabei eine Entwicklungs- und Koordinationsstelle für neue Wirtschaftsformen und Währungen vorzubereiten. Sie arbeiten auch mit den Gründern des Sardex- Verrechnungssystems auf Sardinien, dem sich mittlerweile über 4000 Unternehmen angeschlossen haben. Obwohl neue Systeme zunächst nur parallel laufen können, wollen beide die oberen Aspekte, besonders die Schaffung von „Entwicklungsgeldern“ für eine neue Bildungs-Kultur, immer mehr realisieren.